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Vielen Dank für all Eure lieben Geburtstagswünsche per SMS, Anruf, Kommentar im Tagebuch, E-Mail, Facebook etc :-)

Heute ist unser letzter Abend in Agonda, Goa. Morgen nachmittag geht es mit dem Auto zum Flughafen von Goa, von dort nach Mumbai, von dort nach Paris, von dort nach Amsterdam und dann nachhause. Was haben wir da nur gebucht. Aber was soll’s, mehr war so kurzfristig halt nicht drin und wir werden die Zeit mit Nichtstun schon totschlagen.

Auf diese Dinge freuen wir uns am meisten:

- Weiches (!), eigenes Bett ohne Moskito-Netz
- Warme (!), saubere Dusche
- Leckere Sonntagsbrötchen
- Alles Essen können ohne irgendwelche üblen Konsequenzen – am Dienstag abend ist eine Pizza Ristorante bereits fest eingeplant :-)
- Autofahren ohne Hupen, Kühe, Geisterfahrer etc

Das hier werden wir vermissen:

- Die freundlichen Menschen und ihre vielen Überraschungen, die sie bereithalten
- Das leckere Essen
- Die Wärme und die Sonne des indischen Winters: Der Wetterbericht ist jeden Tag gleich und es gibt hier keinen Grund, den zu checken. Immer blauer Himmel & Sonnenschein.

Strandhütten



Typische Strandhütten, die jedes Jahr neu aufgebaut werden. Der Monsoon würde sie sonst ab Juni wegspülen.



Unsere schöne Unterkunft, das Monsoon



Nina unter dem Sonnenschirm



Der Sonnenuntergang im Hintergrund verleiht dieser Flasche Kingfisher-Bier einen verdienten Heiligenschein

Wir haben Internet-Zugang und können mal berichten: Wir sind vorgestern in Goa, genauer genommen am Strand von Agonda angekommen. Hier ist es wunderschön und ruhig! Zur Zeit sind wir mit dem Nichts-Tun beschäftigt. Und das hält uns ganz schön auf Trab. Rein ins Meer (27 Grad Wasser), Trocknen am Strand (34 Grad Luft bei leichter Brise), rein ins Meer usw :-) Zwischendurch halten wir Kühe davon ab, Bücher von unseren Strandnachbarn zu verspeisen (John Grisham scheint besonders lecker zu sein) und Hunde, während wir im Wasser sind, es sich unter unserem Sonnenschirm bequem zu machen.

Link zu unserer Unterkunft: Monsoon

Am 7. Februar geht es dann abends zurück zum Flughafen und über Bombay & Paris nachhause!

Unsere Unterkunft 'Monsoon'


Agonda Beach

Agonda Beach



Restaurant unserer Unterkunft



Jan beim Studieren einer deutschen Yoga-Zeitschrift



Agonda Beach



Strand von Agonda



Blick vom Frühstückstisch am Strand von Agonda/Goa



Mit der Rikshaw zur Schule



Wandmalerei in Mandawa



Indischer Highway

Wir sind jetzt am Flughafen von Delhi! Unser scharfer Flieger SpiceJet wird uns in den Sonnen- und Palmenstaat Goa bringen. Der Flug wird 2,5 Stunden dauern. Vorher hat uns Vicky samt Gepäck am Flughafen abgesetzt – ein herzlicher Abschied nachdem wir uns 15 Tage lang ein Auto geteilt haben. Wir können ihn nur empfehlen und bald können wir auch dank unserer Hilfe auf eine Webseite von Vicky verweisen. ;-)

Wir melden uns vom Strand! :-)

Heute sind wir von Jodphur nach Bikaner gefahren. In Jodhpur haben wir uns heute morgen mal das Fort nur von aussen angeschaut. Irgendwie verlieren wir den Überblick an Forts und Palästen, die es anzuschauen gibt. Irgendwie fangen sie an, alle ähnlich auszusehen (Verzeihung, liebe Inder). Und morgen früh in Bikaner schauen wir uns ja schon den nächsten Palast an – diesmal ist es natürlich der schönste & beste von allen ;-)

Jodphur - die blauen Häuser gehören zur höchsten Kaste, den Brahmanen



Nina mit unserem Fahrer Vicky am Fort von Jodhpur



Nina mit den stolzen 3,5 kg Gewürze in Jodphur


Auf dem Weg nach Bikaner (240 km) haben wir drei Zwischenstopps eingelegt – alle im Zeichen der Tiere:

Heilige Kühe:

Im Vorbeifahren und Nebensatz sagte Vicky, dass das eben ein Kuhkrankenhaus gewesen wäre. Was?! Er hätte dort gerne etwas gespendet, jetzt wären wir ja aber schon weiter. Kommando ‘Umkehren!’ und Nina aufwecken. Ein Kuhkrankenhaus?! Prompt bekamen wir eine ausführliche Führung durch das Lazarett. Hier werden Kühe und andere Tiere mit Krankenwagen (mit Tierladefläche und Blaulicht!) hergebracht und behandelt, z.B. nach Autounfällen. Und so trafen wir hier Kühe mit nur drei Beinen, blinde Kühe, behinderte Kühe, verletzte Antilopen und Rehe etc. Ein Arsenal an Grausamkeiten, und wir mittendurch. Überall waren Lautsprecher, aus denen ein seltsamer Gesang zu hören war. Den Sänger durften wir aber kennenlernen: Er hat das Kuhkrankenhaus vor 18 Monaten gegründet und betet mit seinen 2000 Watt Verstärkern aus seinem Pavillon für die Kühe – eine permanente Beschallung! Wir nehmen mal an, dass indische Kühe hierauf stehen. Spaß beseite – wir haben auch gespendet, durften samt Mikrofon mitbeten und wurden samt Spendenquittung gesegnet. Wir haben Respekt vor diesen Menschen und seine Intiative. Den Tieren geht es hier sichtlich gut. Wir fragen uns nur, warum es kein Hundekrankenhaus, überall Plastikmüll, Abgase und Verschmutzungen gibt. Es ist denn nicht alles irgendwie heilig?! Vielleicht ist dieses Krankenhaus ein erster Schritt – wir sind beeindruckt.

Der Gründer des Krankenhaus beim Gebet für die Tiere


Diese Kuh wurde als Erste vor 18 Monate behandelt! Jetzt ist sie eine Attraktion.


Diese Kühe sind alle blind


Kuhlazarett


Kuh, der eine Hufe nach einem Autounfall entfernt wurde


Das Kuhkrankenhaus

Heilige Ratten:

Im Rattentempel leben tausende Ratten! Diese werden hier vergöttert, gefüttert und sogar durch Netze vor Vögeln geschützt. Für uns ein recht unangenehmer Ort. Wer eine weiße Ratte sieht, hat besonderes Glück im Leben. Wie mit den Tigern, blieben uns auch diesmal nur die Spuren der weißen Ratte.

Heilige Ratte



Nina bei den Ratten im Tempel. Sie findet das nicht wirklich rattenscharf. ;-) Der rote Punkt auf ihrer Stirn stammt noch von der Segnung aus dem Kuhkrankenhaus!


Die Ratten beim täglichen Festmahl. Was übrig bleibt, wird von den Priestern getrunken und gegessen.


Zuchtkamele:

Als letzten Stopp haben wir die staatliche, indische Kamelzucht besucht. Hier leben 240 Kamele von vier Rassen und werden unter Kontrolle gezüchtet. Kostenlos können hier Dorfbewohner ihre Kamele zur Befruchtung durch die staatlichen Zuchthengste bringen. Es gibt 4 Rassen für entsprechend unterschiedliche Einsatzbereiche. Der Besuch war interessant, besonders die Baby-Station!

Gestern ist Jan mit einem Führer, Bihma, 22 km zu Fuss durch den Dschungel. Nina hat sich während dessen mit flauen Magen am Pool entspannt.  Der Tag fing super an. Es gab viel zu entdecken und Bihma konnte trotz mangelnder Englisch-Kenntnisse viel erklären und zeigen. Von den Leoparden blieben uns wieder einmal nur Fussabdrücke. :-)

Nach 22 km war Jan zurück am Hotel und hat sich direkt übergeben müssen. Das setzte sich dann den Abend fort, bis Fieber dazu kam und unser Fahrer (und Fürsorger) Vicky einen Arzt rief. Ergebnis: Lebensmittelvergiftung, zwei Spritzen, eine schlaflose fiebrige Nacht und täglich Antibiotika.

Heute geht es besser: Der Magen rebelliert noch, das Fieber ist weg und Jan hat bereits Reis gegessen. Übrigens: Der Besuch des Doktors inkl. seines Assistenten inkl. aller Medikamente & Spritzen hat 10 Euro gekostet. Im Preis inklusive die An- und Abfahrt mit Taxi. Das sind Verhältnisse!

Heute sind wir schon am nächsten Ort: Jodhpur. Wir haben einen ganz ruhigen Tag mit Bazar-Besuch gehabt. Dort haben wir viele viele Gewürze gekauft (3,5 kg), die uns mit Paket nachhause geschickt werden :-)

Unser Hotel liegt direkt unter dem Fort von Jodhpur – und so schmeckt dann auch der einfache Reis mit Salz noch. ;-)

Morgen geht’s nach Bikaner. Wir hoffen auf eine ruhige Nacht ohne Eimer am Bett!

Glückliches Kind nachdem es einen unserer Bonbons bekommen hat.



Fussabdruck eines Leoparden, dem wir gefolgt sind



Bauer und Dschungel-Guide Bihma



Papagei beim Mahl



Unsere heutige Unterkunft in Jodphur. 18 Euro inkl. Frühstück.



Blick vom Abendessen auf das Fort von Jodhpur

29.01.2011

Tag 12: Begegnungen

Prozession



Indische Familie



Stolzer Taubenbesitzer



Eulen



Spielende Kinder



Wasserpumpe zur Bewässerung der Felder



Ochse und Motorrad



Singender Jain-Priester mit seinen gebannten Zuhörern



Betender Jain-Anhänger



Traditionell gekleidete Frau im Jain-Tempel von Ranakpur



Eine seltsame Begegnung bei der Fahrt durch ein Dorf


Diesmal ohne große Worte, lassen wir nur die Bilder sprechen. Wir waren letzte Nacht abseits der Touristen-Strecke in einem 400 Jahre alten Palast. :-) Hier der Link zu unserer bescheidenen Unterkunft: Roopangarh Fort

Heute haben wir 320 km mit dem Auto zurückgelegt und sind in Udaipur angekommen. Es geht uns super und die Stadt ist schön, wenn es dunkel ist. Dann leuchtet sie in schimmernden Farben und wird in einem der drei Seen reflektiert.

Morgen geht es nach Ranekpur – dort werden wir eine Bergwanderung machen und einen der größten Jain-Tempel Indiens besichtigen.

Drachen steigen lassen vom Hoteldach



Auf dem Hoteldach



Mittagessen am Palast



Direkt neben unserem Essenstisch ist eine kleine Moschee, Teil des Forts & Palasts. 5 mal am Tag kommen hier Moslems zum Beten. Verkehrte Welt...



Sonnenuntergang auf dem Dach des Palasts, mit Bier und Snacks. Das Leben ist schön!



Feuerball über Rajasthan



Typisches Hotelzimmer-Türschloss



So schön siehts ohne Moskitonetz aus

Herzlichen Glückwunsch, Indien!

Heute ist der Tag der Unabhängigkeit – natürlich von den Briten, dank Mahatma Gandhis. Für uns bedeutet das viel Feuerwerk, Strassensperren und Polizeikontrollen wg. Terrorgefahr usw. Eigentlich auch, dass es kein Bier gibt, denn es ist Dry Day – diese alkoholfreien Tage gibt es mehrmals zu besonderen Anlässen im Jahr. Der Dry Day Kalender hängt in jedem Restaurant aus. Aber unser Hotel hat einen illegalen Bestand an 10 Flaschen Bier, und so konnte Jan heute abend ein Bier und Nina ein Alsterwasser (die Inder staunen, wenn Nina 7Up mit Bier mischt) genießen. :-)

Heute haben wir den ganzen Tag in Jaipur verbracht. Jaipur ist die Hauptstadt von Rajasthan und hat mehr als 3 Mio. Einwohner. Die Stadt hat viele Sehenswürdkeiten wie z.B. den City Palace und das Amber Fort. Allerdings ist die Stadt selber pures Chaos, sehr dreckig, stinkend und überall ist Armut präsent. Diese Armut hat uns generell heute etwas mitgerissen. Bereits vor einigen Tagen haben wir Spielsachen und Bonbons im Auto deponiert. Wir geben diese an die Strassen- oder Slumkinder. Es ist schwer, diese Bilder zu ertragen. Für Nina komplett neu und recht emotional. Es vergeht kein Augenblick, wo einem die unglaublich krassen Gegensätze nicht bewusst werden und man fühlt sich machtlos. Wo kommen all diese armen, kleinen Kinder her? Warum müssen diese Kinder dies ertragen? Und was wird jemals aus ihnen? Leider haben wir jetzt bereits mehrmals erfahren, dass Eltern aus den Slums ihre Kinder an Bettler vermieten. Und in der Tat: Die meisten Bettler haben schreiende Kinder auf dem Arm, zeigen auf diese und fragen nach Geld. Je mehr die Kinder schreien, desto mehr Geld kriegen die Eltern. Teilweise entfernen die Eltern die Gliedmaßen der Kinder, um diese nach ärmer aussehen zu lassen.

Wir wollen nicht diese Armut verschweigen. Wir fühlen uns teilweise sehr schäbig in unserem schicken Auto, wenn wir durch die armen Vororte fahren und die Kinder lachend & winkend hinter dem Auto herrennen. Zurück bleiben die Kinder mit einem Jojo und einem Bonbon von uns.

Ok, kurz durchatmen…und zurück zu dem heutigen Tag! Mal eine kurze Aufzählung:

- Wir waren auf dem Amber-Fort und haben bewusst keinen Elefanten genommen: Tierquälerei.
- Wir waren im City Palace.
- Wir waren am Galta-Tempel – dem Tempel der Affen! Hier wurde die Serie ‘Monkey Thieves’ gedreht. Diese Affenbande (die sog. Galta Gang) durften wir heute persönlich kennenlernen und hatten viel Spaß! Hier ein Link zu der Serie: ZDF neo
- Jan hat sich 5 Oberhemden (jeweils 10 Euro) maßschneidern lassen. Um 15 Uhr den Stoff ausgesucht und Maß genommen, um 20 Uhr im Hotel abgeliefert, anprobiert und bezahlt. Genial!
- Nina hat 3 neue Schals direkt aus der Fabrik.
- Überall in Jaipur fliegen Drachen am Himmel, mehrere hundert Meter hoch. Jan hat sich heute Drachen und Schnur gekauft und hat morgen früh auf dem Hoteldach eine Verabredung mit einem Hotelangestellten, der ihm das Drachenfliegen mit diesen kleinen Papierdrachen zeigen wird.

Morgen geht es nach Pushkar!

@Karsten: GPS funktioniert super, aber das Hochladen der GPX-Dateien dauert zu lange und bricht dauernd ab.

@Hülya & Nina, hier meine 10 Punkte:
- Klopapier ist Luxus. In einem Geschäft wurden uns stolz Klopapier präsentiert.
- Das beste, was es gibt, ist mein LadyP
- Freue mich auf meinen 1. Latte
- Ich bin pop-pop-populär!
- Wir stinken etwas.
- Akuter Sockenmangel.
- Irgendwie doch alles Kanille.
- Was ich am meisten am Tag sage: No, thank you, thank you, NO NO!
- Ich bin ganz braun!
- Hier zieht man permanent die Nase hoch und rülpst. Gehört zum guten, indischen Ton. Naja, wir denken da anders…



Galta Gang Mitglied


Galta-Tempel - Hier herrscht die Affenbande 'Galta Gang'


Achtung: Die Elefanten sind definitiv stärker.


Ein Schock für Nina: Überall gibt es hier die angeblichen Beschwörer mit etwas beduselt wirkenden Cobras.


Der Palast der Winde. Wurde für die Frauen des Maharaja's gebaut, damit diese durch die Fenster Paraden und Prozessionen beobachten können.


Hier kommen die Ralph Lauren Polo Hemden her.


Was wollen alle diese Touristen hier?

24.01.2011

Tag 7: Tigersafari

Heute waren wir zwei Mal im Park zur Safari! Dieser Park ist riesig und somit dauert eine Tour auch 3 Stunden. Wir waren um 7 Uhr morges und um 14 Uhr los. Leider ist uns beide Male keiner der Tiger begegnet. Beim ersten Mal blieb es beim Fussabdruck, beim zweiten Mal bei dem Lärm, die die anderen Urwald-Bewohner veranstalten, wenn ein Tiger sich bewegt. Es herrscht regelrecht Panik und man hört laut die Affen und Hirsche rufen. Leider haben wir den Tiger nicht gesehen. Wir haben uns entschlossen, morgen früh nochmal auf die Pirsch zu gehen – es macht unglaublich viel Spaß, vor allen Dingen, wegen des Nervenkitzels!

Aber wir haben auf dem Rückweg zwei sehr seltene, scheue Leoparden gesehen. Sie sind schwierig zu erkennen, sehr schnell und sehr scheu. Nina hat mir die Kamera weggerissen und abgedrückt – unten seht ihr unser einziges, von Nina geschossenes Leoparden-Bild!

Weitere Tiere: Eulen, Krokodile, Schildkröten, Damwild, Sambal-Wild, Wildschweine, Adler, Falken, div. Vögel

Wir danken allen für die vielen Kommentare – wir sind immer morgens gespannt, ob neue Kommentare dazugekommen sind :-)

Das Fastfood der Tiger kämpft, denn es ist hier Brunft



Das ist nicht das Jack Wolfskin-Logo, sondern ein Fussabdruck eines erwachsenen Tigers!



Leopard - leider in der Schnelligkeit verwackelt und unscharf.

Heute hat uns Vicky nach einem herrlichen Frühstück in der Sonne zum Nationalpark Ranthambore gefahren. Hier bleiben wir 2 Nächte und gönnen uns ein wenig Luxus. Dies ist ein Resort und wir haben einen herrlichen Park in dem unsere kleine Doppelhaus-Hälfte steht. Da wir bereits um 15 Uhr hier waren, haben wir uns heute eine indische Ganzkörper-Massage gegönnt und entspannt, und zwar splitterfasernackt – schon wieder eine neue Erfahrung – eine von vielen vielen jeden Tag. Fragen über Fragen, doch Vicky ist ständig bemüht, Auskunft zu geben. Er ist auch ständig bemüht, die Kühlbox im Auto mit neuer Cola und Eis zu versorgen. So werden 5 Stunden Buckelpiste doch ganz angenehm.

Autofahren ist hier generell voller Überraschungen. Mal sind es Hunde, mal Ziegen, mal Kinder, mal Wildschweine, mal die vielen Geisterfahrer, mal die Kühe und Kamele – als Fahrer gibt es jeden Kilometer ein neues Highlight zum Ausweichen :-) Für uns heisst das Staunen und ungläubiges Kopfschütteln. Wir sind jetzt 6 Tage hier – gefühlte Erlebnisse von 4 Wochen. Wir können gar nicht glauben, dass wir noch so viel Zeit haben!

Morgen früh geht es um 7 Uhr in den Park. Um 14 Uhr noch einmal. Die Wahrscheinlichkeit, einen der 24 Tiger zu sehen, liegt bei ca. 40 %!


Heute waren wir im Keoladeo Bird Sanctuary in Bharatpur. Wir hatten einen tollen Führer: D.D. (sprich: Didi). D.D. hat seinen Job verloren, als WWF seine Projekte hier eingestellt hat. Der Park hatte die letzten 6 Jahre Wassermangel, so dass keine Vögel zum Überwintern und somit auch keine Touristen mehr kamen. Auch jetzt läuft es noch nicht gut. Das Wasser und die Tausende von Vögel (über 300 Arten, davon viele seltene und streng geschützte Arten) sind zwar wieder da, jedoch die Touristen noch nicht, da der Park seinen guten Ruf verloren hat. Mittlerweile sponsoert jedoch Swarowski (ja, genau die) den WWF und damit diesen Park. Jedes Schild trägt das Swarowski-Logo.

Der Park behebergt derzeit auch einen erwachsenden, männlichen Tiger! Es ist ein merkwürdiges Gefühl, dass dieser hinter jedem Busch lauern kann, jedoch hat D.D. uns glaubhaft versichert, dass er & Jan den ohne Probleme vertreiben würden. Der Park ist zwar als UNESCO-Welterbe für seine Vögel bekannt, hat jedoch auch viele andere Tiere, wie Hirsche, seltene Katzenarten, Wildschweine und Pythons! Letztere wollte Nina unbedingt sehen, um ihre Angst vor Schlangen entgültig zu den Akten zu legen. Jedoch sagte, D.D., dass wir Glück haben müssen, da die Schlangen Winterschlaf halten und nur selten zum Aufwärmen rauskommen. Die Pythons hier werden bis zu 6 Meter lang.

Und wir hatten Glück, und Nina einen kleinen Schock mit Gänsehaut, den sie aber schnell überwunden hat beim Anblick dieses ruhigen Tieres aus nur weniger als einem Meter Entfernung. Ohne Glasscheibe dazwischen wie im Zoo… :-)



Hier ein Lebenszeichen von uns! Wir sind heute in Bharatpur angekommen. Gestern waren wir bei einem der 7 Weltwunder: Dem Taj Mahal! Ein wahnsinnig schönes Gebäude! Es ist viel schöner, als man es auf einer Postkarte zeigen könnte.

Morgen geht es auf Tierpirsch – mit Fahrrad und Guide in dem Keoladeo Nationalpark, einem UNESCO-Welterbe!

Es geht uns gut, allerdings fragen wir uns, wie wir heute Nacht ein Auge zu bekommen sollen. Hier sind zig Hochzeitsfeiern, unterstützt durch Feuerwerk, Musik & Gesang, alkoholsierte Inder und einem Zimmernachbarn, der offenbar schwerhörig ist.

Ohne Worte :-)

19.01.2011

Tag 2: Delhi

Heute waren wir den ganzen Tag mit Guide und Fahrer in Delhi unterwegs. Wir sind erschlagen von den Eindrücken, müssen erst einmal alles sortieren, sind aber glücklich und zufrieden! Deswegen heute mal nur wenige Bilder. Morgen geht es mit unserem Fahrer Vicki (oder Wiki und vielleicht ist sein Nachname gar Pedia ?) nach Agra. :-)

Nina in den Gassen von Old Delhi mit unserem Guide 'Sweety'



Ein Affe über unseren Köpfen in Old Delhi



Am Qutb Minar Turm



In einem gigantischen Hindu-Tempel. Wir wurden mit rotem Punkt auf der Stirn und Blumenschmuck gesegnet.



Papagei - Es gibt hier viele Papageien, besondern in den Parkanlagen. Mindestens so viele wie es in Deutschland Tauben in den Parks gibt.

18.01.2011

Tag 1: Delhi

Die letzte Nacht ist insgesamt wg. Air France unplanmäßig verlaufen: Angeblich haben nicht alle Koffer auf Anhieb in den großen Jumbo-Jet gepasst oder die Franzosen haben gestreikt – wir denken eher Letzteres. Insgesamt war Paris ein absolutes Chaos, dass damit begann, dass wir aus dem KLM-Flieger aus Amsterdam ausgestiegen sind und diesen schrecklichen Flughafen betreten haben. Komplett nassgeschwitzt haben wir dann diverse Sicherheitskontrollen hinter uns gebracht, um möglichst unseren Flieger nach Delhi zu bekommen (wir hatten 45 min dafür). Naja, es stellte sich aber am Ende heraus, daß wir erstens noch eine Stunde am Gate standen und zweites nochmal 2 Stunden im Flugzeug am Gate. Ohne Durchsagen, ohne Getränke (hatten aber zum Glück selber Wasser reingeschmuggelt), ohne Essen. Fazit: Nie wieder Air France, nie wieder Paris.

Wir waren dann um 1.30 Uhr morgens in Delhi. Die Tür ging auf und der typische, Jan bereits aus Bombay bekannt, ‘Duft’ Indiens schlug uns entgegen! Herzlichen Willkommen! * hust hust *

Dann haben wir alle Einreiseformalitäten hinter uns gebracht und 1 Stunde auf unsere Riucksäcke gewartet, um dann festzustellen, dass sie jemand bereits vom Band genommen hat und uns sozusagen helfen wollte. :-)

So langsam fragten wir uns, ob wohl unser Fahrer bereits wieder weg ist, Wurzeln geschlagen hat oder sich einen anderen Touristen gegriffen hat. Wir gingen also raus und waren erschlagen von den aberhunderten Pappschildern und Plaketen mít Namen, die die Fahrer hochhielten. Wir teilten uns auf, um die Reihen abzuschreiten. Bald war unser Fahrer zu finden: Der arme Kerl war bereits um 22:30 da (er wollte extra pünktlich sein) und wir haben ihn mit unserer Ankunft um 3 Uhr morgens beglückt. So lange hat er Richtung Tür gestarrt und ein Plakat mit unseren Namen hochgehalten. Wir haben ihn etwas entschädigt und jetzt ist er ein glücklicher Fahrer ;-)

In unserer Ankunft abgekommen, lief bereits der Heizlüfter (es sind hier nachts 10 Grad und hier gibt es keine regulären Heizungen). Alles war sauber und super ordentlich! Wir haben dann versucht zu schlafen und sind wohl jeder Netto auf 4 Stunden gekommen. Es war alles etwas ungewohnt: Schlafsäcke, bellende Straßenhunde und zur Krönung um 6 Uhr eine Komplettbeschallung aus ‘zig Moscheen Delhi’s. Ein ungewöhnlicher Morgengruß.

Unser Gastgeber ist super nett und wir hatten ein nettes, kleines Frühstück. Wir sind dann mit einem Angestellten zu einem Telefon-Kiosk gegangen. Nach Kopien von Pass, Einreichen von Passbildern, Bargeld und Unterschreiben von diversen Blanko-Formularen (um uns das Leben leichter zu machen) sind wir nun stolze Besitzer eines neuen Handys mit Indischer Prepaid-Karte (30 Euro komplett inkl. Freiminuten) und eines USB-Dongles für Internet (20 Euro, 1 Monat überall Flatrate-Surfen). :-) Irgendwie erstaunlich. Hier betteln einen die Straßenkinder an und man sitzt mit einem Netbook mit UMTS ein paar Meter weiter und schreibt diesen Artikel. Indien ist verrückt!

Dann hat uns Raj, unser heutiger Fahrer, abgeholt. Wir haben uns ganz entspannt einen kleinen Teil von Delhi angeschaut, haben Schal und Oberteile für Nina gekauft, Mittag gegessen und sind im Lodi-Park spazieren gegangen. Raj ist ein guter & schneller Fahrer. Mittlerweile hatten wir seinen Onkel und Bruder am Telefon, kennen also bald die ganze Familie. Der Vorschlag von dieser netten, aber geschäftstüchtigen Familie ist, dass wir mit Raj für 14 Tage samt Auto durch Rajasthan fahren. Und das Ganz für unsere Verhältnisse relativ günstig. Wir werden uns das heute Abend mal überlegen. Es scheint uns angenehmer als die Bahn zu sein, da Nina schon einige Blicke ertragen muß. Nicht gefährlich, aber halt nervend unangenehm.

Morgen haben wir einen Fahrer und Guide für den ganzen Tag. Wir sollen dann auch mit einer Fahrrad-Rikscha durch Old Delhi fahren. Mal sehen :-)

An der Gruft im Sonnenuntergang



Grabstätte im Lodi-Park



Die Grabstätte 'Safdarjang Tomb' mit Papagei auf der Spitze

16.01.2011

Tag 0: Amsterdam

Der Tag begann mit dem Packen der Rucksäcke – alles hat reingepasst :-)

Wir sind jetzt in Amsterdam. Morgen früh geht es dann über Paris nach Delhi. Wir freuen uns!

Dss Hotel ist übrigens wirklich toll! Hier kann man z.B. die Lichtfarbe in der Dusche per Fernbedienung anpassen. Bis jetzt war uns nicht klar, dass man das braucht. ;-)